Atomarer Widerstand

Das sogenannte Erkundungsbergwerk Gorleben, die Lagerhalle aus Blech, in welcher der bereits antransportierte Atommüll zwischengelagert wurde, sowie die Salzhalde können besichtigt werden. Ebenso die Transportstrecke auf den kleinen Straßen vom Bahnhof in Dannenberg nach Gorleben durch die Dörfer des Wendlandes, die während eines solchen Transportes für mehrere Tage durch staatliche Überwachungsmaßnahmen in einen Ausnahmezustand versetzt werden.

 

Hintergrund

Die in deutschen Atommeilern abgebrannten Atombrennstäbe wurden nach Frankreich geliefert, wo sie für eine erneute Nutzung mit Plutonium angereichert wurden. Nach dem Gebrauch dort müssen sie laut Staatsvertrag von Deutschland wieder zurückgenommen werden, noch hochgradiger radioaktiv als zuvor. Sie werden – aus Mangel an geeigneten Lagerstätten – in Gorleben oberirdisch zwischengelagert, bis sie an einen endgültigen Lagerort verbracht werden können. Als Lagerort wurde zu Zeiten des kalten Krieges aus politischen Gründen der Salzstock Gorleben ausgeguckt, eine geologische Formation, die weit in die DDR hineinreichte. Dort war es in der Vergangenheit mehrfach zu Einbrüchen des Deckengewölbes gekommen, aus denen dann der heutige Arendsee enstanden ist, und auch zu Explosionen des ebenfalls vorhandenen Gases, die monatelang nicht zu löschen waren. Das Gesetz, welches der Nutzung eines Bergwerks zu seiner ursprünglichen Bestimmung Vorrang eingeräumt hat, wurde für diese beabsichtigte Umnutzung abgeschafft.

Die Castor-Transporte konnten bisher nur durch im Nachhinein vom Gericht regelmäßig als unrechtmäßig festgestellte Aktionen der Staatsmacht und mit oft mehrtägiger Verspätung an ihr Ziel gebracht werden.

 

Energieversorgung der Proitzer Mühle

Das Engagement gegen die Atomkraft hat auch dazu geführt, dass der Landkreis eine Vorreiterrolle in der Versorgung mit alternativen Energieen –  beispielsweise aus Windkraft- und Solaranlagen- eingenommen hat. Bereits jetzt wird mehr Energie  aus alternativen Quellen gewonnen, als hier benötigt wird. Auch die Proitzer Mühle besitzt Anteile an einer Windturbine, die mehr als den eigenen Verbrauch erzeugt.

Vorige Seite | Nächste Seite